Islamischer Staat/Baal-Tempel

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01. September 2015 von Martin Poettner
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Ökonomie ist Irrsinn per Definition

Die Glaubenslehre der Ökonomen haben so ihre heilige Grale. Eines davon lautet S = I. Dieser Gral ist nicht unsichtbar, nein, er wurde durch theoretische Modellrechnungen gefunden! Das Problem ist nur, er zeigt sich nicht in der Realität:

Es geht um das Verhältnis zwischen Ersparnissen und Investitionen, die per Definition gleich sein müssen. Dieses Verhältnis ist vorübergehend ins Wanken geraten, mit zu vielen Ersparnissen und zu wenig Investitionen.
Quelle: SPON

Ein studierter Mensch behauptet also, etwas, das immer und jeder Zeit per Definition gleich sein muss, ist ungleich. Bitte??!?! Das ist Schwachsinn. Wenn etwas per Definition gleich sein muss, es aber in der Realität ungleich ist, dann ist die Definition falsch. Wenn die Definition aus einem Modell abgeleitet wurde, dann muss dieses Modell ebenfalls falsch sein. Das ist die einzig verbleibende Interpretation, die aber für Ökonomen nicht sein darf, weil sie ja ansonsten ihre Modelle wegschmeißen müssten. Die Alternative zur Alternativlosigkeit ist kompletten Unfug zu erzählen.

Warum ist S ≠ I ? Die Antwort ist leicht. Ersparnisse können nicht nur zur Generierung von realwirtschaftlichen Investitionen verwendet werden, sondern auch in Vermögenswerte investiert werden, in zukünftigen Steuerzahlungen, also Staatsschulden, angelegt werden, als Wetteinsätze ins Finanz-Casino getragen werden oder sogar über Konsumentenkredite zur Nachfrageseite gelangen.
Die derzeitigen ökonomischen Modelle werden dieser modernen Realität nicht gerecht. Sie blenden einfach alles aus, bis die Modelle den intellektuellen Fähigkeiten der Ökonomen entsprechen, aber nichts mehr mit der Realität zu tun haben. Wenn in einem Modell die einzige Anlagemöglchkeit realwirtschaftliche Investitionen sind, dann sind per Definition die Ersparnisse und Investitionen gleich. Wenn es in der Realität aber weitere Anlagemöglichkeiten gibt, dann haben diese Modellrechnungen mit der Realität nichts mehr zu tun! Statt sich den Herausforderungen der Moderne zu stellen, flüchten sich die Ökonomen lieber in den Wahnsinn ihrer unterkomplexen Modellwelten.

Ein weiterer Beleg ist der auf das obige Zitat folgende Abschnitt:

Damit sich das Verhältnis ausgleicht, fallen die Zinsen. So wie der Güterpreis Nachfrage und Angebot in ein Gleichgewicht bringt, übernimmt der Zins diese Funktion in der Beziehung zwischen Ersparnissen und Investitionen. Die Folgen eines strukturellen Sparüberschusses sind laues Wachstum, weniger und schlecht bezahlte Jobs und niedrige Zinsen.

Was ist das? Einfach alles, was man nicht versteht, zusammen werfen, einmal umrühren und fertig ist die ökonomische Theorie! Wenn ich in meinen Modellen den Kredit nicht berücksichtige, wie es Ökonomen in ihren übersimplifizierten Modellen stets machen, kann ich keinerlei Aussagen zu Zinsen treffen. Der Zins hat weder etwas mit Ersparnissen noch mit Investitionen zu tun, sondern mit der Erwartung, mit dem Kredit einen Profit zu erwirtschaften, der die Zinskosten übersteigt. Sind die erwarteten Profite zu gering, muss eine Zentralbank die Zinsen senken, um die Kreditvergabe zu stimulieren. Das hat nichts mit irgendwelchen Beziehungen und schon gar nichts mit irgendeinem Gleichgewicht zu tun! Die obige These ist daher Schwachsinn pur.

Wie kann dieser mehr als offensichtliche Quatsch von einem Akademiker in einem „Qualitäts“-Online-Medium veröffentlicht werden? Ist nirgends ein Funke Restverstand vorhanden?

25. August 2015 von stillewasser
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Sorge und Kritik an der Flüchtlingsflut

Wir müssen uns sorgen. Ein Tsunami an Flüchtlingen schwappt über uns. Wenn wir nichts unternehmen, saufen wir ab. Das ist doch derzeit die Hauptsorge Nummer eins der Deutschen. Gut, fangen wir mit einer Analyse an: Woher stammen die Asylanten und weshalb sind sie auf der Flucht?
Die Antwort ist überraschend: Die meisten Asylsuchenden stammen aus der EU und der Rest überwiegend aus Kriegsgebieten. Die EU könnte, wenn sie wollte, den größten Teil des Problems also selbst lösen. Die Wahrheit ist, dass die kriminellen Schlepperbanden innerhalb des Verantwortungsbereichs der EU unbehelligt agieren können. Die effektivste Strategie wären Aufklärungskampangnen in den betroffenen Ländern. Langfristig könnte die EU eine Politik für ihre eigenen Bürger machen, so dass die Menschen nicht den Wunsch verspüren, ihre Heimat verlassen zu wollen.
Aus den Kriegsgebieten kommen keine Wirtschaftsflüchtlinge, sie suchen Schutz. Dieses Problem ist schwieriger, aber ebenfalls lösbar. Statt sich um Lappalien wie die Buchhaltung eines kleinen Euo-Landes zu kümmern, wäre eine langfristige, auf Stabilität achtende Politik im europäischen Umfeld weitaus sinnvoller und wohlstandsfördernder. Leider würde unser Rüstungssektor unter diesem Strategiewechsel leiden.

Kurz und gut: Ebenso wie andere europäische Probleme ist die Flüchtlingsflut im Grunde hausgemacht. Europa ist sowohl Ursache als auch Katalysator des Flüchtlingsproblems und zudem ist Europa nicht in der Lage, die richtigen Lösungsstrategien zu finden.

Die Situation gibt allen Grund zum Anlass zur Sorge. Das Ziel der Kritik darf sich jedoch nicht an die Hilfesuchenden richten, sondern muss die Verantwortlichen adressieren: die Politik!
Der deutsche Michel wird das allerdings nicht machen. Er nimmt lieber den ihm angebotenen Sündenbock dankbar an und lässt seinen ganzen Frust an ihm aus. So war das schon immer. Solche Menschen sind keine besorgten Bürger, es sind schlicht und einfach Terroristen.

30. Juli 2015 von stillewasser
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Der vergessene Islam

 

Ich versuche auch hier diesen Diskussionspunkt wieder zu bestärken.

29. Juli 2015 von Martin Poettner
Kategorien: Religion | Schreibe einen Kommentar

Was ist mit Kobane?

Wenn Kobane fällt, fällt der Westen! So oder so ähnlich schrien die Medien im vergangenen September. Jetzt bombardiert die Türkei die kurdische Region um Kobane und der Westen sagt: Jo, ist auch okay, sind ja irgendwie Terroristen. Haben wir damals eine Terroristenhochburg verteidigt oder bombardiern wir heute die Falschen? Die Wahrheit ist doch: Das ist einfach sch### egal, hauptsache unsere Waffen werden gebraucht!

Die Eskalation in der Türkei wird den Krieg nach Europa tragen – oder glaubt irgendjemand ernsthaft, dass der türkisch-kurdische Konflikt bei uns gewaltlos ausgetragen wird?

[update] Hintergrundinformationen zum Kampf Erdogans gegen die Kurden. [/update]

29. Juli 2015 von stillewasser
Kategorien: Krieg | Schreibe einen Kommentar

Sich selbst putschen

SPON titelt: „Angeblicher Grexit-Plan: Putsch-Gerüchte irritieren Griechenlands Politiker“ . Das ist echt der beste Witz seit langem. Wie kann sich, bitte schön, die eigene Regierung selbst putschen? Das ergibt wirklich nicht mal ansatzweise irgendeinen Sinn! Wie kann man nur so einen groben Unfug schreiben?

Der eigentliche Sklandal ist, dass die griechische Regierung keinen Zugriff auf die Steuerdaten ihrer Bürger hat und ihn sich erst hacken müsste. Das bedeutet, Griechenland ist schon lange nicht mehr souverän und ist in Wahrheit schon längst zu ein Protektorat der Troika verkommen. Dass Syiza an  einem Plan B gearbeitet haben soll, ist doch an sich ein völlig normales politisches Vorgehen. Wenn im Zuge der Diskussion um Plan B Szenarien durchgespielt werden, wenn z.B. sich die eigene Zentralbank verweigern würde, ist auch nichts verwerfliches. Um die eigene Souveränität wieder herzustellen, hätte es sehr wahrscheinlich auch den Einsatz aller Staatsgewalten bedurft.

Es ist wirklich ein Skandal. Ihn hat aber nicht die griechische Regierung zu verantworten, sondern die Troika und die Journaille.

[update] Varoufakis äußerst sich zu den Vorwürfen. Er bestätigt die Existenz einer Planungsgruppe, die operationale Fragestellungen eines Grexits erörterte. Die Hacker-Vorwürfe scheinen auf einem absurden Misverständnis zu beruhen.  [/update]

[update] Mehr zum Plan B von Varoufakis. [/update]

[update] Laut den NachDenkSeiten handelt es sich bei dem Nicht-Putsch um einen kriminellen Plan zur Aneignung von EZB-Eigentum. Und dieser stammte nicht von Varoufakis, sondern von Lafazanis. [/update]

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27. Juli 2015 von stillewasser
Kategorien: Euro-Krise, Politik | Schreibe einen Kommentar

Es geht um Rache

Das deutsche Europa hilft weder Flüchtlingen, noch anderen vom Schicksal gebeutelten. Ganz sicher helfen wir nicht dem linken Schuldnerpack aus Griechenland:

[Eigene Übersetzung: Privat gestehen deutsche Offizielle: Wenn wir den Grexit nicht schaffen, werden wir die Griechen solange leiden lassen, bis Tsipras zermalmt wird und andere Länder auf Linie bleiben.]

Es geht nicht um Hilfe, ganz sicher auch nicht um Solidarität, wie uns die Journaille eintrichtern will. Es geht um pure Macht und Unterwerfung der Widerspenstigen.

[update] Die Hinweise verdichten sich. [/update]

[update 19.07] Nein, es geht nicht nur um das Ausleben von Rachegelüsten, sondern die Strategie orientiert sich an einem größeren Plan. Der eigentliche Gegner ist Frankreich. [/update]

[update 29.07] Nochmals Nein. Schäuble will die EU-Kommission entmachten. Er will Europa komplett übernehmen. [/update]

16. Juli 2015 von stillewasser
Kategorien: Euro-Krise | Schreibe einen Kommentar

Muttis Mitgefühl

Ein integriertes Flüchtlingskind mit besserer deutscher Sprache als der Durschschnitts-Bild-Leser berichtet von seinen Träumen, die es trotz seiner trostlosen Lage hat. Unsere Mutti kontert mit der politischen Standard-Sprechblasen-Metaphorik „Das-Boot-ist-voll“. Das Kind weint. Unsere Mutti tröstet sie und sagt: „Du hast das aber schön dargestellt, wie man in so ne Situation kommen kann …“

Selbst beim Anblick eines verzweifelten Kindes, dessen Gefühl der Unwillkommenheit sie auf brutale Art und Weise gerade höchstpersönlich bestätigt hat, sieht unsere Mutti nicht den von ihr selbst verletzten Menschen, sondern eine „gelungene Präsentation“. Wie sollen solch empathiegestörte Politiker Entscheidungen zu unserem Wohle treffen können? Eben, gar nicht!

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Merkels Empathielosigkeit ist ansteckend. Der Grund der Tränen war für den offiziellen Regierungs-Blog die Aufregung:

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Immerhin reagiert die Regierungs-PR-Abteilung schnell:

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16. Juli 2015 von stillewasser
Kategorien: Politik | Schreibe einen Kommentar

Unsichtbare Nazis drohen mit Marsch auf Kiew

In der Ukraine gibt es soviel Unsichtbares. Jetzt drohen die Nazis, die es niemals gab und gibt, nach Kiew zu marschieren. Die rechtsextreme Gespenster-Armee ist so groß, dass in der ukrainischen Hauptstadt Panik ausbricht und der Kollaps droht.

Die Qualitätsjournaille schreibt so sonderbare Geschichten, die sind sogar schlecht genug für Hollywood.

14. Juli 2015 von stillewasser
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Ökonomie als Sekte

Für mich darf die Ökonomie, so wie ihr derzeitiger Zustand ist, nicht zu den modernen Wissenschaften gezählt werden. Der öffentliche Zerfall der Ökonomie-Professoren Partei AfD ist ein Beleg für die unhaltbaren Zustände dieser angeblichen Wissenschaftsdisziplin.

Neben der Peinlichkeit der AfD gibt noch weitere Hinweise. Mehrere Ökonomen treten aus der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft aus. Das ist noch nichts Ungewöhnliches, aber die Begründung der ehemaligen Vorsitzenden ist es auf alle Fälle. Äußerst besorgniserregend sind die geschilderten Umstände, die zum Austritt führten:

Ich halte Sektiererei für unwissenschaftlich und gefährlich. Wer ihr verfällt, pflegt häufig eine Opfermentalität; Andersdenkende sieht er als hassenswerte Subjekte und Teil einer fatalen Verschwörung. Vor einem apokalyptisch gemalten Hintergrund radikalisiert er sich, wird dogmatisch, selbstgerecht, gehässig, intolerant und respektlos. Ich halte das für eine ganz und gar nicht liberale Haltung. Sie ist schlicht anmaßend. Sie ist zudem auch wenig zweckmäßig, wenn es darum gehen soll, andere für den Wert der Freiheit zu erwärmen.

Das sind ungeheuer heftige Vorwürfe. Leider sind sie zutreffend. Ebenso wie bei der AfD sind es wieder Akademiker der Ökonomie, die sich solche unglaublichen Entgleisungen erlauben.

14. Juli 2015 von stillewasser
Kategorien: Allgemein, Wissenschaft | Schreibe einen Kommentar

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