Technokraten-Nero Monti
Berlusconis glanzloser Nachfolger, der Technokrat Monti, sieht die Segnungen des Euros endlich am Wirken: Europa brennt! Überall Flammen und schwere, schwarze Rauchwolken. Mit analytischer Präzision seziert er die Lage, er sieht eine “psychologische Auflösung” Europas. Wenn wir uns alle auf die Couch legen, ist die Krise vorbei – wollte Monti uns das damit sagen? Nein, denn Europa hat noch mehr Brandherde. Für ihn sei der Markt für Staatsanleihen schwer gestört – tja, in Europa ist noch weitaus mehr schwer gestört, wie sich an diesem kranken Satz von ihm zeigt :
“Wenn sich Regierungen vollständig durch die Entscheidungen ihrer Parlamente binden ließen, ohne einen eigenen Verhandlungsspielraum zu bewahren, wäre das Auseinanderbrechen Europas wahrscheinlicher als eine engere Integration.”
Aus dem Technokratischen ins Deutsche übersetzt, lautet er:
“Schafft endlich diese Scheiß Demokratie ab, die behindert uns in unserer Technokratenwillkür!”
Der Euro lässt sich auf demokratischen Weg nicht mehr retten, die Technokratentrutzburg Europa wird durch die Krise noch undemokratischer. Es verbleibt nur ein einziger Ausweg: zurück zu Nationalwährungen!

