"...von den ohnehin schon ausgemerkelten Familien...", sehr schönes Wortspiel.
Wer macht denn den Riesengewinn? Soweit ich es beruflich einsehen kann, sind die Ärzte auch nicht mehr die Spitzenverdiener bis auf die wenigen, die nur Privatpatienten behandeln oder einen großen Anteil von Privatpatienten als "Kundenstamm" haben. Es werden natürlich phantasievoll weitere Behandlungen erfunden, die dem Patienten in seiner Interessenlage viel Geld zusätzlich ausgeben lassen, aber die Kassenpatienten sind auf wenige Grundleistungen beschränkt und sogar die Medikation ist vorgeschrieben. Damit kann die Kostenexplosion offiziell nur durch das Schwinden von Beitragszahlern erklärt werden.
Privatpatienten sehen sich auch gewaltigen Beitragssteigerungen gegenüber (bei mir steigt der monatliche Beitrag von 506,24 € um 61,10 € auf 567,34 €, mit Frau und einem Kind, trotz Beihilfeberechtigung) und zahlen für jeden Arzt im Quartal die Praxisgebühr. Die Vorzüge sind inzwischen deutlich spürbar (teilweise auch peinlich), der Privatpatient wird hofiert und ausgebeutet, so hat z. B. jeder Privatpatient überhöhten Speichelfluss, weil der Zahnarzt dann den 3,5 fachen Satz verlangen kann.
Damit wäre ich bei der Essenz. Die Krankenkassen haben Riesendefizite und die Ärzte gehen auf die Strasse wegen der Kürzungen. Also sind die Verwaltungssysteme zu kostspielig (Wasserkopf) oder die Geräte und Medikamente sind dafür verantwortlich. Verdienen werden wohl der Apparat und die Zulieferer.
Ich danke für den Artikel, weil er die Schwierigkeiten und Bemühungen sehr gut darstellt, andererseits auch die politische Weichenstellung schildert, wie der Trog der Pharmafirmen auch künftig gefüllt wird.
Vergesst bei den Gesundheitsaufwendungen bloß die private Altersvorsorge nicht.
Schlechinger on Dezember 13th 2009
"...von den ohnehin schon ausgemerkelten Familien...", sehr schönes Wortspiel.
Wer macht denn den Riesengewinn? Soweit ich es beruflich einsehen kann, sind die Ärzte auch nicht mehr die Spitzenverdiener bis auf die wenigen, die nur Privatpatienten behandeln oder einen großen Anteil von Privatpatienten als "Kundenstamm" haben. Es werden natürlich phantasievoll weitere Behandlungen erfunden, die dem Patienten in seiner Interessenlage viel Geld zusätzlich ausgeben lassen, aber die Kassenpatienten sind auf wenige Grundleistungen beschränkt und sogar die Medikation ist vorgeschrieben. Damit kann die Kostenexplosion offiziell nur durch das Schwinden von Beitragszahlern erklärt werden.
Privatpatienten sehen sich auch gewaltigen Beitragssteigerungen gegenüber (bei mir steigt der monatliche Beitrag von 506,24 € um 61,10 € auf 567,34 €, mit Frau und einem Kind, trotz Beihilfeberechtigung) und zahlen für jeden Arzt im Quartal die Praxisgebühr. Die Vorzüge sind inzwischen deutlich spürbar (teilweise auch peinlich), der Privatpatient wird hofiert und ausgebeutet, so hat z. B. jeder Privatpatient überhöhten Speichelfluss, weil der Zahnarzt dann den 3,5 fachen Satz verlangen kann.
Damit wäre ich bei der Essenz. Die Krankenkassen haben Riesendefizite und die Ärzte gehen auf die Strasse wegen der Kürzungen. Also sind die Verwaltungssysteme zu kostspielig (Wasserkopf) oder die Geräte und Medikamente sind dafür verantwortlich. Verdienen werden wohl der Apparat und die Zulieferer.
Ich danke für den Artikel, weil er die Schwierigkeiten und Bemühungen sehr gut darstellt, andererseits auch die politische Weichenstellung schildert, wie der Trog der Pharmafirmen auch künftig gefüllt wird.
Vergesst bei den Gesundheitsaufwendungen bloß die private Altersvorsorge nicht.